Welches Buch eignet sich für die Ausbildung, was lohnt den Kauf? Wir stellen Neuerscheinungen und Neuauflagen vor. Die Skala unseres Wertungssystems reicht von 0 bis 5 Punkte. Je mehr Punkte ein Buch erhält, desto besser ist die Bewertung.
Einführung in das Recht
BGB Crashkurs
Grundlagen der Vertragsgestaltung
Fallsammlung zur Rechtsgestaltung
Prüfungswissen ZPO für Rechtsreferendare
Fälle zum Strafrecht für Fortgeschrittene
Prüfungswissen Strafprozessrecht
Strafprozessrecht
Grundgesetz
Der öffentlich-rechtliche Aktenvortrag im Assessorexamen
Öffentlich-rechtliche Anwaltsklausuren im Assessorexeamen
Steuerrecht I
Sicher durch das 2. Staatsexamen 
Brockhaus Studienlexikon Recht
C.H. Beck, 3. Aufl. (2010), € 38,–, 1.444 S.
Offen gestanden bin ich skeptisch an das Buch herangegangen: Auf 1.444 Seiten „den Prüfungsstoff für die gesamte juristische Ausbildung“ (so der Klappentext) in Stichworten darzustellen, wie sollte das gehen? Bei näherer Beschäftigung ist die Skepsis dem Erstaunen gewichen: es geht, wenn man das Buch richtig handhabt.
Natürlich ist es nicht die Funktion eines Rechtslexikons, von Anfang bis zum Ende durchgearbeitet zu werden.

Bürgerliches Recht
Vahlen, 22. Aufl. (2009), € 23,90, 504 S.
Das erstmals 1968 erschienene Werk ist längst ein Klassiker, der wohl nicht einmal mehr besonderer Empfehlung bedarf: Das „nach Anspruchsgrundlagen geordnete“ Bürgerliche Recht ist für Generationen von Studierenden in fortgeschrittenen Semestern zum Begleiter insbesondere bei der Vorbereitung auf das Examen geworden.

Bürgerliches Recht
Springer, 6. Aufl. (2009), € 24,95, 464 S.
Dieses Einführungswerk „in das Zivilrecht und die Grundzüge des Zivilprozessrechts“, wie es im Untertitel heißt, dürfte in erster Linie Studierenden der Fachhochschulen zu empfehlen sein, für Jurastudenten hingegen kaum. Denn wer sich, wie letztere, in seinen ersten Semestern grundlegend zunächst den Allgemeinen Teil des BGB sowie anschließend das Schuld- und Sachenrecht erarbeitet, der benötigt vorlesungsbegleitend deutlich umfangreichere und tiefergehende Literatur, als sie der Zerres bieten kann und will.

Internationales Privatrecht
C.F. Müller, 3. Aufl. (2009), € 29,–, 537 S.
„Wer sich noch nicht mit Internationalem Privatrecht (IPR) befasst hat, könnte der irrigen Meinung sein, vor deutschen Gerichten werde immer deutsches Recht angewendet.“ Mit dieser Aussage führt Rauscher in das IPR ein und bietet den Studierenden ein didaktisch hochwertiges Produkt. Das Werk gliedert sich in die vier Teile Grundlagen, Allgemeine Lehren, Besonderer Teil des IPR und Internationales und Europäisches Zivilverfahrensrecht.

Staatsanwaltschaftlicher Sitzungsdienst
Nomos, 2010, € 11,90, 158 S.
Schon das handliche Format dieses Bandes verrät es – dies ist kein Buch zur Examensvorbereitung. Es wendet sich vielmehr an den Sitzungsvertreter der Staatsanwaltschaft, eine Aufgabe, die oft dem Stationsreferendar übertragen wird. Diesem gibt es praktische Hilfestellung für die Vor- und Nachbereitung der Hauptverhandlung sowie die Teilnahme an der Sitzung. Das Buch zeichnet sich dadurch aus, dass es sich nicht auf Hinweise zur Erstellung und Halten des Plädoyers beschränkt, sondern versucht, alle Eventualitäten der Hauptverhandlung abzudecken.

Die Anwaltsklausur im Öffentlichen Recht
Boorberg, 2010, € 22,80, 118 S.
Zugänglich und damit ausgesprochen leserfreundlich erweist sich die Gliederung dieser Neuerscheinung: Die Autoren handeln Aufgabe und Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit nach den unterschiedlichen Verfahrensabschnitten in einem öffentlich-rechtlichen Mandat bis hin zu den Gebühren ab. Dies ermöglicht eine schnelle Orientierung und erspart langes Suchen.

Klausurenkurs im Staatsrecht II
C.F. Müller, 5. Aufl. (2010), € 20,– , 439 S.
Die fünfte, an Umfang leicht vermehrte Auflage des Klausurenkurses – er ergänzt den Band „Staatsrecht I“ – bringt 18 aktualisierte und zum Teil gegenüber der Vorauflage ausgetauschte Fälle mit Lösungen auf Examensniveau. Vorangestellt sind eine Einführung in die Arbeit mit dem Buch, den Aufbau staatsrechtlicher Klausuren und die typischen Klausurprobleme.

Europarecht
Mohr Siebeck, 7. Aufl. (2010), € 34,–, 733 S.
Wieder ein Lehrbuch zum Europarecht. Europa durchdringt alles – könnte man meinen. Und das liegt sicherlich nahe an der Wahrheit. Die zunehmende Harmonisierung der verschiedensten Rechtsmaterien ist nur ein Beleg dafür. Es entscheiden sich nicht nur immer mehr Studenten für die Schwerpunktbereiche des Europarechts – auch im Examen ist das Recht der Europäischen Union zu einer regelmäßig in Erscheinung tretenden Materie geworden.

Studienkommentar BGB
C.H. Beck, 12. Aufl. (2010), € 32,50, 1.166 S.
Der Umgang mit dem Palandt will gelernt sein. Für Studierende der Eingangssemester ist der den Fortgeschrittenen, vor allem in der Praxis, unentbehrliche Kommentar schon wegen seiner „Kurzschrift“ schwere Kost. Das ist bei dem hier vorzustellenden Studienkommentar vollkommen anders, der nach dem Ableben seines Begründers in neuer Verantwortung erscheint.

Zivilprozessrecht
C.H. Beck, 17. Aufl. (2010), € 128,–, 1.156 S.
Auch wenn es etliche Studierende nicht als vordringlich zu lernende Materie ansehen: Das Zivilprozessrecht hat herausragende Bedeutung. Zu glauben, in der Referendarausbildung werde man das schon „beigebracht“ bekommen, ist nach der Erfahrung des Verfassers ein bedauernswerter Irrtum, denn die Referendarausbildung ist von den Zufälligkeiten des Fallaufkommens beim Ausbilder abhängig. Vor diesem Hintergrund kann das „große“ und traditionsreiche Lehrbuch von Rosenberg, Schwab und Gottwald nur dringend zur Durcharbeit empfohlen werden.

Zivilprozessrecht
Nomos, 2. Aufl. (2009), € 22,–, 316 S.
Die Frage, wie viele Lehrbücher zum Zivilverfahrensrecht der juristische Buchmarkt verträgt, sei dahingestellt, zumal Angebot und Nachfrage insoweit letztendlich alles richten werden. Jedenfalls hat nun auch Adolphsen sein noch sehr junges Werk für Studenten für die zweite Auflage komplett überarbeitet.

Referendarausbildung in Strafsachen
C.F. Müller, 2. Aufl. (2010), € 21,50, 224 S.
Diese aktualisierte Neuauflage berücksichtigt bereits die examensrelevanten Änderungen im Zusammenhang mit Untersuchungshaft und Verteidigung, die zum 1. 1. 2010 in Kraft traten. Die Gliederung des Buchs („Ausbildung bei der Staatsanwaltschaft“, „Ausbildung beim Strafrichter“ und „Ausbildung beim Strafverteidiger“) ist zwar ungewöhnlich, die Darstellung in den Kapiteln aber erfreulich klar strukturiert.

Die Anwaltsklausur im Öffentlichen Recht
Boorberg, 2010, € 22,80, 118 S.
Die Autoren Herrmann und Finger reagieren mit ihrem Werk auf die gestiegene Bedeutung von öffentlich-rechtlichen Anwaltsklausuren im zweiten Staatsexamen. Zugänglich und damit ausgesprochen leserfreundlich erweist sich die Gliederung: Die Autoren handeln Aufgabe und Gegenstand der anwaltlichen Tätigkeit nach den unterschiedlichen Verfahrensabschnitten in einem öffentlich-rechtlichen Mandat bis hin zu den Gebühren für diese Tätigkeiten ab. Diese Aufteilung ermöglicht eine schnelle Orientierung und erspart langes Suchen.

Allgemeines Verwaltungsrecht
Kohlhammer, 2010, € 25,–, 340 S.
Noch ein Buch zum Allgemeinen Verwaltungsrecht? Dies erscheint zunächst als berechtigte Frage. In der seit 2005 erscheinenden neuen „Studienreihe Rechtswissenschaften“ war das allgemeine Verwaltungsrecht bislang nicht vertreten, und die beiden Autoren, die der jüngsten Generation der deutschen Staatsrechtslehrer angehören, dürften doch einen anderen Zugang auch zu neuen Themen des Verwaltungsrechts haben, die sie doch sicherlich in die erste Auflage ihres Lehrbuchs aufgenommen haben.

Einführung in die juristische Arbeitstechnik
C.H. Beck, 4. Aufl. (2009), € 23,50, 270 S.
Wer sich für das Jurastudium entschieden hat, wird schon bald mit einer gewaltigen Menge Lernstoff konfrontiert. Ein erfolgreiches Bestreiten der – zweifelsohne anspruchsvollen – juristischen Ausbildung setzt daher voraus, dass man sehr früh lernt, strukturiert an die einzelnen Rechtsgebieten heranzugehen, Argumentationsmuster zu entwickeln und methodisch zu arbeiten. Eine Anleitung dazu liefert das Werk von Tettinger, nunmehr fortgeführt durch Mann.